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Amsinckstraße 45 Hamburg

2. Preis im nichtoffenen, einphasigen, hochbaulichen Werkstattverfahren mit sieben Teilnehmern. Der geplante Neubau mit Hotel, Büro- und Gewerbeflächen liegt am westlichen Rand der City Süd an der Bundesstraße 4, eine hoch frequentierte Verkehrsader im Bereich der Hamburger Innenstadt. Die Umgebung ist geprägt durch die verdichteten Blockrandstrukturen sowie den Sonnin- und Mittelkanal. Um das vorgegebene Nutzungsprogramm und die räumlichen Anforderungen auf dem vorgegebenen Plangebiet optimal realisieren zu können, sieht der Entwurf eine urban verdichtete Bebauung vor, die sich typologisch an den Blockrandstrukturen der Vorkriegsbauten orientiert und einen angemessenen Hochpunkt schafft. Der Baukörper teilt sich entsprechend der Nutzung in zwei unterschiedliche Funktionsbausteine: dem Hotel, positioniert an der Kreuzung Amsinckstraße/Am Mittelkanal/Högerdamm und dem nördlich gelegenen Büro- und Wohngebäude. Beide Baukörper erstrecken sich über das gesamte Grundstück mit direkter Lage an den Sonninkai, wodurch die traditionelle Fleetbebauung eine neue, zeitgemäße Interpretation erfährt. Durch die Differenzierung von Gebäudehöhen, Fassadenstruktur und Klinkerfarbe wird das übergeordnete Gesamtensemble aufgebrochen und Bezug zur benachbarten Bebauung hergestellt. So vermitteln u.a. die beiden Fassadenversprünge zwischen den unterschiedlichen Höhen des Sonninquartiers und den maßgebenden Bauten entlang der Amsinckstraße. Für das Hotel ist eine skulptural anmutende Lochfassade vorgesehen, deren konstruktiv einfaches System aus vertikalen tiefen Pfeilern und horizontalen gekrümmten Ziegelelementen mit geschossweisen Werksteinlisenen gebildet wird. Je nach Standpunkt zeigt sich das Gebäude eher offen oder geschlossen. Die Erdgeschossfassade, als tragender Sockel, besteht aus großformatigen Werksteinelementen in Verbindung mit ebenso großformatigen Verglasungen und verleiht diesem Bereich einen schützenden und zugleich einladenden Charakter. Für das nördlich angrenzende Büro- und Wohngebäude wird mit dem Klinker eine schlichte und zurückhaltende Fassadengestaltung gewählt, die sich harmonische und zurückhaltend in das bestehende Umfeld einfügt. Beim Nutzungskonzept wird eine größtmögliche Flexibilität angestrebt. Offene Raumstrukturen ermöglichen eine Vielzahl von räumlichen Zusammenhängen, die gleichermaßen eine Büro- und Wohnnutzung zulassen. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlichkeitswirksame gewerbliche Nutzungen, die wahlweise zum Kanal durchsteckt werden können. Die Erschließung der Wohn- und Büroflächen erfolgt über einen offenen Innenhof, der sich mit großzügigen Sitzstufen und Spielflächen zum Sonninkanal öffnet.

Wettbewerb: 2. Preis
Zeitraum: 2020
Nutzung: Hotel, Büro, Wohnen
Auslober: AEIOU 102. GmbH