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Halbinsel Kesselstraße Düsseldorf

Im Zuge der Weiterentwicklung des Medienhafens befindet sich die Halbinsel Kesselstraße, eine bedeutende städtebauliche Fläche in Düsseldorf, in einem Wandel. Bauvorhaben wie das Pier One, der Sitz von Trivago und das Quartier Speditionsstraße West verändern das Bild der Halbinsel Kesselstraße und schaffen neue städtebauliche Rahmenbedingungen. Aufgabe des zweiphasigen Wettbewerbs ist die Erarbeitung einer Gesamtkonzeption für die zukünftige städtebauliche Struktur des Hafenareals mit Lösungsvorschlägen für zukünftige Nutzungen, die Ausgestaltung der Freiräume, die infrastrukturelle Erschließung sowie die städtebauliche Einbindung der benachbarten Bauprojekte. Die heutige Uferkante der Halbinsel Kesselstraße bietet bereits kontrastreiche Orte zwischen einem grünen Hang mit seinem Altbaumbestand und der harten Hafenkante mit den Zeitzeugen der Industrie. Ziel des Entwurfs von DFZ Architekten ist, qualitative Freiräume mit einem starken Bezug zum Wasser zu schaffen und dabei die Uferkante als öffentlichen Freiraum authentisch weiterzuentwickeln. Die grüne Uferkante gilt im ehemaligem Industriehafen als besonderes Alleinstellungsmerkmal und wird zu einem großzügigen Park als Grüne Mitte für den Medienhafen weiterentwickelt. Der Uferpark bildet eine natürliche Zäsur zwischen dem Quartier Kesselstraße und dem Pier One, wodurch die Blickbeziehung zwischen dem Medien- und Industriehafen erhalten bleibt. Im spannungsvollen Kontrast zum Park steht die Kaipromenade als Verbindung von der Spitze bis zum Hafenkopf der Halbinsel. Ausgehend vom Freiraum wird die Spitze der Halbinsel Kesselstraße neu definiert und mit einem besonderen Solitär betont. Gleichermaßen gewinnt der Kopf des Hafenbeckens B an Bedeutung und wird als Auftakt in das Quartier städtebaulich hervorgehoben. Dazwischen spannt sich das Quartier und verzahnt sich durch Öffnungen, Höfe und Arkaden mit dem Uferpark und der Kaipromenade. Die städtebauliche Struktur setzt sich aus einer Neukombination vorgefundener Bausteine zusammen und vermittelt somit zwischen Strukturen des Medien- und Industriehafens. Infolge einer Analyse der baulichen räumlichen Struktur der benachbarten „Inseln“ entwickelt DFZ Architekten eine Neukombination der vorgefundenen Bausteine, die mit weiteren Bautypologien zu Hofstrukturen addiert bzw. verknüpft werden. „Markhallen“ und Hochpunkte bilden innerhalb dieser Struktur prägnante Merkpunkte. Der Entwurf entstand in Zusammenarbeit mit dem Atelier Loidl aus Berlin.

Preiskategorie: 1. Preis
Zeitraum: 2019
Nutzung: Städtebau
Auslober: Landeshauptstadt Düsseldorf