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Haus der Statistik Berlin

Um die städtebauliche Bedeutung und die Geschichte des Hauses der Statistik zu unterstreichen, konzipieren wir einen architektonischen Eingriff, der mit einer behutsamen Neuinterpretation die vorhandene Struktur zeitgemäss weiterführt. In einem ersten Realisierungsschritt wird zunächst die Erneuerung der Bestandsfassade und eine Erhöhung der Kopfgebäude geplant. In einem späteren zweiten Bauabschnitt wird mit der Addition eines gleichsam „schwebenden“ Gebäuderiegels dem bereits Vorhandenen ein Gegenüber geschaffen, dass in der Summe ein zusammengehörendes Ensemble, eine städtebauliche Einheit entstehen lässt. Zudem nimmt das hervorgehobene Bauteil des Erweiterungsbaus direkt Bezüge auf zu den umgebenden Gebäuden. Hier fallen typische, einprägsame und z.T. vorspringende „Belle Etage“ auf, die gegenüber dem restlichen Bau transparent ausgeführt worden sind. Das wohl früheste und bekannteste Beispiel ist das von Peter Behrens errichtete Alexander- wie Berolinahaus am Alexanderplatz. Aber auch beim unmittelbaren Nachbarn „Haus des Reisens“ ist solch ein transparentes Band im 1. OG zu beobachten, welches auf angenehme Art und Weise den städtischen Raum auf Augenhöhe definiert. Mitunter dadurch inspiriert, addieren wir im 2. Bauabschnitt einen ca. 190 Meter langen transparenten Bügel, der bis in den Vorplatz des Hauses A markant hervortritt: Wir bezeichnen ihn als KULTURBANDMITTE. Visuell komplett einsehbar, wird dieser frei schwebende Bügel gänzlich der Kultur gewidmet, er repräsentiert die Stadt Berlin markant. Aufgrund der räumlichen Flexibilität können öffentlichen und kulturellen Nutzungen ihren Platz finden. Im verbindenden Sockelbereich können z.B. ein Labor der Künste oder eine kulinarische Markthalle der Häuser B und C etabliert werden.

Preiskategorie: 2. Preis
Zeitraum: 2018
Nutzung: Verwaltung, Kultur, Wohnen
Auslober: Land Berlin Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB)
vertreten durch BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH